Gegenwart

Die Kermes wurde im letzten Jahrhundert nur durch die Weltkriege und die Wende unterbrochen. 1996 nahmen alte Mitglieder um Andreas Sühn („Sippel“) und Frank Holland („Bockworscht“) das Heft wieder in die Hand und schafften es, die Jugend des Dorfes heranzuführen. Jedes Jahr stellt sich nun die bange Frage, ob ausscheidende Mitglieder durch neue ersetzt werden können. Und seit zehn Jahren kann diese Frage mit einem deutlichen „Ja“ beantwortet werden. Nun kommt aber die Zeit, dass sich der etablierte Vorstand der Gesellschaft zur Ruhe setzt und für den Nachwuchs Platz macht. Die Kermes 2012 feiert nach der Wende ihr 16-jähriges Bestehen. Um jungen Leuten Geschmack darauf zu machen, soll hier einmal der Ablauf einer Kermes dokumentiert werden.

Die Kermes ist für die Beteiligten eher Arbeit als Spaß. Scholze werden Abteilungsleiter, Schriftführer werden Sekretäre und der Rest der Gesellschaft wird zum arbeitenden Proletariat. Alles gleicht einem Unternehmen, in dem es gilt, bürokratische Hemmnisse zu überwinden und körperliche und geistige Höchstleistung im Schichtbetrieb zu erbringen, um am Ende mindestens eine schwarze Null zu verzeichnen - ansonsten ist man pleite. Da gibt es den mobbenden Kollegen, den der immer zu spät kommt, den der für alles verantwortlich ist, den der die anderen arbeiten lässt, den der alles protokolliert (oder fotografiert), die die immer sexy ist und die die immer nackig sind ... Am Ende schließt sich der Kreis, denn Arbeit kann auch Spaß machen und so wird es auch für die KG eine Lust und keine Last.

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