Acht Wochen vor der Kermes

Circa acht Wochen vor der Kermes findet an einem Freitagabend die erste KV statt. Dabei ist es heute notwendig, die Mitglieder per E-Mail oder SMS einzuladen, da mündliche Absprachen in Zeiten von geforderter Mobilität und Flexibilität nicht mehr möglich sind. Ein Großteil der KG befindet sich zum Arbeiten oder Studieren außerhalb von Albrechts. Auf der ersten KV holt man sich einen Überblick, wie viele denn ungefähr wieder mitmachen werden. Neben einer gewissen Stammkundschaft gibt es auch immer wieder Ab- und Neuzugänge.

Die KV wird durch das so genannte Legegeld finanziert. Für 5,50€ gibt es dann so viele alkoholische und alkoholfreie Getränke wie da sind und man trinken kann. Als oberstes Gebot wird um Pünktlichkeit gebeten, ansonsten gibt es Strafliter. Das gilt für die ganze Kermes. Auch für unangebrachtes Verhalten während des offiziellen Teiles - der vom Vorstand geführt wird - kann man sich Strafliter einhandeln. Der offizielle Teil wird mit einem kräftigen „14-15 Kermes“ begonnen und beendet. Nach dem offiziellen Teil legen Peter Recknagel („Reggy“) und Markus Blumenthal („Bluhmi“) Musik auf und es wird bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

In den folgenden KVs werden Zeitpläne festgelegt, Arbeiten verteilt, Mitgliedsbeiträge (20€/Jahr) eingesammelt, Lieder und Tanzen geprobt und Faustpinsel getrunken. Trinkfeste alte Mitglieder beteiligen sich auch schon mal aus Sympathie und trinken einen Faustpinsel mit. Früher bestand der Faustpinsel aus Korn oder Braunen, heute gewährt man auch weniger alkoholische Liköre für die Mädels.

In der ganzen Vorbereitungsphase ist speziell der Vorstand damit beschäftigt, den ganzen Papierkram zu erledigen. Da müssen auf dem Ordnungsamt Veranstaltungen und der Umzug angemeldet werden. Da muss GEMA bezahlt werden, damit Musik gespielt werden darf. Da müssen DJs und Kapellen reserviert werden damit es überhaupt Musik gibt. Da müssen Plakate entworfen, gedruckt und angeheftet werden. Und bei den Sponsoren muss man Klinke putzen, ohne deren (finanzielle) Unterstützung eine Kermes überhaupt nicht möglich wäre. Aber das macht man gerne, denn man kennt und schätzt sich. Speziell bei David Stiehler („Gerd“) stellt man sich da oft die Frage, ob er die Sache hauptberuflich macht.

 

 

Der Faustpinzel zum Ersten
Der Faustpinzel zum Zweiten
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