Vergangenheit II

Das Fest begann am Freitag und dauerte bis zum Dienstag darauf. Dabei fanden jeden Abend auf den Tanzböden des Ortes Tanzveranstaltungen statt. Höhepunkt der Kermes war (und ist) der Umzug am Sonntagnachmittag. Dabei trugen die Mädchen die Tracht des Ortes. In der Reihenfolge liefen: der Besenträger, die Kapelle, die Löbbeburschen, die Kassierer, die Kermesscholze und dann die anderen Pärchen. Am Montagmorgen wurden im ganzen Ort durch die Kermesgesellschaft und die Kapelle Ständchen vor jedem Haus gehalten. Am Kermesdienstag fand der traditionelle Hahnenschlag statt. Am selben Abend fanden auf dem Saal die traditionelle Kermespredigt und das Kermesbegräbnis statt.

Die Doppelbesetzung aller Positionen im Vorstand (Scholze, Kassierer, Beisitzer) kommt aus der Historie. Neben dem geteilten Kermesessen im Ober- und Unterdorf feierte man auch auf zwei Sälen - dem Hirsch und der Quelle. Der oft zitierte Streit in der Gesellschaft hat zwar existiert, hielt aber nur zwei Jahre an und war nicht Grund für eine Teilung und eine eventuell daraus resultierende Doppelgesellschaft. Die Doppelfunktionen gab es schon vor dem Zwist.

 

Letzte KG vor dem Krieg (1938)
Erste KG nach dem Krieg (1946)
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